Es fehlt zwar noch die Gestaltung der Parkplätze auf der Festwiese, aber die Ansiedlung der Märkte und Betriebe ist am „Neuen Marktplatz“ so gut wie abgeschlossen. Da kann schon einmal ein Resümee gezogen werden, wie kommen Anspruch und Wirklichkeit zusammen.
„Dass die Bebauung nicht 1:1 nach den Planentwürfen des Wettbewerbs umgesetzt wird, war klar, damit haben wir Grüne auch nicht gerechnet. Dass die jetzige Bebauung sich aber soweit von den Plänen entfernt hat, wie sie im Juli 2013 noch vorgestellt wurde, ist doch sehr ernüchternd,“ stellt Ellen Enslin, Grüne Fraktionsvorsitzende fest. „Diese Pläne hatten immerhin eine gewisse städtebauliche Ästhetik und die Aufenthaltsqualität für die Bürger sollte gesteigert werden. Herausgekommen sind Null-Acht-Fünfzehn-Gebäude aus Fertigteilen. Die Fußgängerbrücke zum Fahrstuhl erinnert eher an Bauten in einem Industriegebiet.“
Auch die fußläufige Verbindung von der Kernstadt hin zum „Neuen Marktplatz“ lädt alles andere als ein. Der Weg ist sehr eng und mit dem Fahrrad sehr beschwerlich, da es nur getragen werden kann. Daran wurde wohl nicht gedacht. Ursprünglich sollte der „Neue Marktplatz“ als Scharnier zwischen dem „Riedborn-Gelände“ und der Kernstadt fungieren. Dies wird so schwerlich gelingen.
Hinzu kommt, dass erst jetzt die Notwendigkeit eines Verkehrskonzeptes von den Verantwortlichen erkannt wurde, nachdem die Bebauung erstellt wurde. Gerade die Vorteile einer zentrumsnahen Ansiedlung mit einem vernünftigen Verkehrskonzept, das FußgängerInnen und RadfahrerInnen in den Fokus stellt, wurde versäumt zu integrieren. „Schon 2007 haben wir Grüne in entsprechendes Verkehrskonzept für die Ansiedlung am „Neuen Marktplatz“, das dies berücksichtigt. Im Nachhinein sind die Möglichkeiten jetzt nur sehr aufwendig umsetzbar, wenn überhaupt noch möglich. Es geht nur noch um die Verlagerung des automobilen Verkehrs,“ stellt Enslin bedauernd fest.
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