Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Liese, meine Damen und Herren,
den hier aufgerufenen Antrag von B90/DIE GRÜNEN umzusetzen wird von Tag zu Tag dringender. Angesichts des Klimawandels muss die Grünplanung in Städten neu ausgelegt werden. Die Verbesserung der Stadtökologie schafft nicht nur wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel, sondern dient auch dem Wohlbefinden der Menschen.
Die biologische Vielfalt zu schützen bedeutet in erster Linie, gute Bedingungen für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Dabei muss vor allem auf gebietseinheimische Arten Rücksicht genommen werden.
Damit meine ich nicht, dass die Pflanzen von einer mitteleuropäischen Gärtnerei gezogen werden. Damit meine ich, dass Pflanzen aus unserer Region genommen werden. So können auch mit der Ökologie Kosten gespart werden.
Wer eine Grünfläche richtig pflegt, hat gute Möglichkeiten, dem Insektensterben entgegen zu wirken. Vor allem ist es wichtig, Futterpflanzen für die Insekten zu kennen und anzulegen. Und darüber hinaus muss auch das Umfeld berücksichtigt werden, gibt es Nistmöglichkeiten für Vögel, Wasser, Unterschlupf. Oder, in Kurzfassung: Die Umgebung ist zu berücksichtigen. Für mehr Expertise findet man im Internet Veröffentlichungen von Naturschutzverbänden, Instituten und Ministerien rund um das Thema Stadtgrün und Grünflächenmanagement.
Denn die zunehmende Erwärmung der Städte erfordert eine klimagerechte Grünflächenplanung und deren Anlage. Dazu gehören unter anderem:
- Die Versiegelung zu minimieren
- Regenwasser zurückzuhalten
- Nährstoffarme Standorte schaffen
- Verzicht auf Dünger und Pestizide
- heimische und standortgerechte Pflanzen zu verwenden
Wir Bündnis 90 /DIE GRÜNEN wollen mit diesem Antrag eine weitergehende Beschäftigung mit dem Thema Stadtökologie. Dieser Begriff gilt nicht nur für die Kernstadt Usingen, er gilt auch für viele Flächen zwischen den Ortsteilen, die keiner intensiven landwirtschaftlichen Nutzung unterliegen.
Wir bitten um Ihre Zustimmung.

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